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Fusspflege

Fusspflege

Eingewachsene Fußnägel


Eingewachsener Zehennagel (Unguis incarnatus)

Fußnägeln sollten nicht zu kurz und rund geschnitten werden. Oft werden Zehennägel an den Ecken zu tief geschnitten. Fußnägel sollten gerade wachsen können, damit eingewachsene oder entzündete Nagelecken keine Chance haben. Durch eine falsche Schneidetechnik können Nägel in die Haut wachsen und so Beschwerden verursachen. Ein eingewachsener Fußnagel tritt meistens an der Großzehe (Hallux) auf und kann sehr schmerzhaft sein.

Werden Zehennägel zu rund geschnitten, schiebt sich der Nagelrand, durch Druck, in das Nagelbett. Dadurch wird die Haut gereizt und kann zu einer Entzündung führen. Ist die Haut verletzt, bildet sich „Wildes Fleisch" (Granulationsgewebe) und wächst über den Nagel, der so noch tiefer in das Nagelbett eindringt. Durch die Verletzung der Haut können im weiteren Verlauf Bakterien eindringen und sich die Beschwerden verschlimmern.


Eingewachsene Zehennägel können entstehen durch


Falsches Schneiden der Zehennägel

Fuß- & Nagelfehlbildungen

Fehlbelastung der Zehen, verursacht durch Fuß- oder Zehen – Deformationen, bei denen die seitlichen Nagelränder starkem Druck ausgesetzt sind

Veränderung der Stärke & Struktur der Nagelplatte

Vererbung

Durchblutungs-/Sensibilitätsstörungen

Diabetes

Chronische Pilzinfektionen

Zu enge Schuhe

Behandlung eingewachsener Zehennägel


Bei einem eingewachsenen Fußnagel werden die Nagelkanten begradigt, störende Nagelteile und Verhornungen im Nagelfalz entfernt, um den Schmerz schnell zu lindern oder zu beseitigen und Entzündungen vorzubeugen. Durch das anschließende Legen einer Tamponade kann verhindert werden, dass die Beschwerden fortschreiten oder chronisch werden.

Die Tamponade ist eine sanfte Behandlungsmethode, um bei eingewachsenen Zehennägeln ein beschwerdefreies Nachwachsen zu ermöglichen. Eine Nagefalztamponade dient als Druck- und Reibungsschutz, so dass der betroffene Fußnagel nicht direkt mit der gereizten Haut im Nagelfalz in Berührung kommt. Ist ein eingewachsener Zehennagel bereits sehr stark angeschwollen, tritt eine ernsthafte oder eitrige Entzündung auf, sollte ein Arzt konsultiert werden.

Möglichkeiten um eingewachsenen Zehennägeln vorzubeugen

Korrektes Schneiden der Zehennägel. Es dürfen keine spitzen Ecken und Kanten entstehen. Nach dem Nagelschneiden Nagelränder glätten.

Bequeme Schuhe tragen

Reibung & Druck vermeiden

Sorgfältige Fußpflege & -hygiene

Entzündungen & Infektionen rechtzeitig behandeln lassen

Hühneraugen | Dornwarzen


Das Hühnerauge (Clavus) ist eine durch chronischen Druck auf knochennahe Haut bedingte Schwiele (Hornhautverdickung) mit einem in die Tiefe gerichteten kegelförmigen Sporn. Der Sporn kann bis tief in die Lederhaut hineinreichen und dort die Nervenstränge reizen. Je tiefer der Sporn sitzt, desto schmerzhafter.

Auslöser für Hühneraugen

Kann chronischer Druck oder eine anhaltende Reibung sein. Aufgrund andauernden Reibung- und Druckbelastung, auf eine bestimmte Stelle, bildet sich vermehrt » Hornhaut. Der Sporn wächst immer weiter in die Tiefe und löst früher oder später Schmerzen aus.


Ein Hühnerauge ist ein Symptom und keine Ursache

Es muss die Ursache herausgefunden werden, um das Problem dauerhaft beseitigen zu können. Ist das Hühnerauge entfernt und die Ursache wird nicht behoben, kann sich wieder ein Hühnerauge bilden. Nach dem fachgerechten Entfernen eines Hühnerauges, hilft ein Druck- und Reibungsschutz, um erneuten Druck auf die behandelte Stelle zu vermeiden. Ein Hühnerauge sollte nicht mit einer Dornwarze (Verhornungen mit dunklen Punkten – Fußsohlen, Zehenunterseite, Ferse) verwechselt werden. Auch Dornwarzen wachsen bis in tiefere Hautschichten und es können Schmerzen entstehen. Der Dorn drückt auf Nervenfasern, die Schmerzimpulse aussenden.

Hühneraugen sehen Dornwarzen (Verrucae plantares) sehr ähnlich und die Unterscheidung ist auf den ersten Blick nicht erkennbar. Dornwarzen werden durch eine Virusinfektion verursacht. Dornwarzen sind ansteckend und werden von Mensch zu Mensch übertragen. Durch Berühren der Warze oder indirekten Kontakt durch Barfuss gehen z. B. in Schwimmbädern, Saunen oder Fitnessstudios. Dornwarzen sollten so früh wie möglich behandelt werden, damit sie sich nicht ausbreiten. Durch kleine Verletzungen und Risse dringen die Viren in die Haut ein. Sie entstehen dort, wo der Virus in die Haut eingedrungen ist. Begünstigt wird eine Infektion durch verletzte Haut, schlechter Durchblutung oder einer Immunschwäche. Nach einer Infektion kann es Wochen dauern bis Hautveränderungen sichtbar werden. Treten vermehrt vermeintliche Hühneraugen auf, sollte ein Arzt aufgesucht werden, um das Vorliegen einer Virusinfektion ausschließen zu können. Handelt es sich allerdings um Dornwarzen ist eine ärztliche Behandlung wichtig, da sonst die Gefahr einer Ausbreitung besteht.


Hornhaut

An den Fußsohlen im Ballen- und Fersenbereich ist die Hornschicht stärker ausgeprägt als an anderen Körperstellen und schützt die darunter liegenden Gewebsschichten vor äußeren Einflüssen und Belastungen. Hornhaut ist eine Schutzreaktion der Haut.

Bei stärkerer Ausprägung ist Hornhaut allerdings nicht nur ein optischer Makel, sondern kann auch zu einem medizinischen Problem führen wie Fissuren oder Schrunden (Rhagaden). Fissuren: Risse in der Oberhaut. Rhagaden: Risse bis zur Lederhaut.

Hautrisse treten auch bei Psoriasis (Schuppenflechte), Neurodermits und anderen Hauterkrankungen auf. Die regelmäßige Entfernung vermehrter Hornhaut dient der Vermeidung von Hautschädigungen. Übermäßige Hornhautbildungen (Hyperkeratose) zeigen sich als gelbliche Verdickungen.

Mögliche Ursachen für eine vermehrte Hornhautbildung an den Füßen sind häufig unbequeme Schuhe besonders wenn man darin lange steht und geht. Betroffen sind meist Fersen, Ballen und die seitlichen Fußränder. Begünstigt wird die verstärkte Hornhautbildung auch durch trockene Haut und eine gestörte Hautbarriere. Mit zunehmenden Alter und mangelhafter Fußpflege verstärkt sich die Neigung zu trockener Haut und kann auch mit Erkrankungen wie z. B. Diabetes zusammen hängen.

Mögliche Faktoren für die Entstehung übermäßiger Hornhautbildung


Sportschuhe (Klettern, Wandern, Ballett etc.)

Schuhe mit hohen Absätzen

Tragen von geschlossenen Schuhen ohne Strümpfe

Fußdeformationen (z. B. Spreiz-, Senk-, Knickfuß oder Hallux valgus )

Knochenbrüche

Wirbelsäulenbeschwerden

Schweißbildung

Genetische Veranlagungen z. B. Schuppenflechte

Hautalterung

Übergewicht


Verdickung der Nagelplatte


Ein verdickter Zehennagel kann durch eine Verletzung oder stärker anhaltende Druckeinwirkung entstehen. Es setzt eine vermehrte Bildung von Nagelsubstanz ein, die eine Verdickung der Nagelplatte zur Folge haben kann. Aufgrund der starken Verdickung können verdickte Fußnägel (auch Holznägel genannt) Probleme verursachen.



Mögliche Ursachen verdickter Zehennägel

Anhaltender Druck auf die Nagelplatte

Nagelwurzel- oder Nagelbettverletzungen

Durchblutungsstörungen

Schuppenflechte (Psoriasis)

Alterungsprozess

Nagelpilz



Ein verdickter Nagel wächst hauptsächlich in die Höhe, kaum in die Länge und wird sehr hart. Die Nagelplatte verfärbt sich, verliert ihre Transparenz, wird spröde und mitunter splittrig. Oft  werden Pilz- und Holznägel verwechselt bzw. der » Pilznagel nicht erkannt. Nur der Facharzt kann mit einer Untersuchung feststellen, ob es sich um eine Pilzerkrankung handelt.

Die Ursache für verdickte Nägel kann lange zurück liegen. Betroffen sind häufig die großen Zehen. Bei abnormer Form und Größe wird der verdickte Nagel als Krallennagel (med. Onychogryposis) bezeichnet.

Der Holznagel ist eine Deformität, die sich nicht mehr normalisieren lässt. Der verdickte Fußnagel muss regelmäßig behandelt werden, um den Druck auf die Nagelplatte zu mindern und die Oberfläche zu glätten. Bei Nichtbehandlung kann der betroffene Zehennagel monströse Ausmaße annehmen.